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Wissenschaft und Machbarkeit luftgespeister Wärmepumpen

Luftgespeiste Wärmepumpen entziehen der Außenluft erneuerbare Energie, sogar im Winter. Im Sommer kann dieser Prozess umgekehrt werden. Daher können luftgespeiste Wärmepumpen energieeffizient heizen und kühlen. Diese Wärmepumpen werden mit Elektroenergie betrieben, stellen jedoch viel mehr Wärmeenergie bereit als sie Elektroenergie verbrauchen. Daher sind Wärmepumpen eine hervorragende CO₂-arme Alternative zu Gas- und Öl-Brennwertkesseln. In diesem Leitfaden erfahren Sie, wie diese Wärmepumpen funktionieren. Zudem erläutern wir den Unterschied zwischen Luft-Luft- und Luft-Wasser Wärmepumpen und wir besprechen die typischen Installationskosten und die Energieeffizienzklassen. Dann überlegen wir uns noch, ob eine solche Wärmepump das Richtige für Ihr Zuhause wäre.

Was ist das, eine luftgespeiste Wärmepumpe?

Eine luftgespeiste Wärmepumpe ist ein Heiz- und Kühlsystem, das der Außenluft bzw. der Raumluft Wärmeenergie entzieht und diese Wärmeenergie in das Gebäude bzw. aus dem Gebäude transportiert. Anstatt durch das Verbrennen eines Brennstoffs Wärmeenergie zu erzeugen, transportiert eine Wärmepumpe anhand von Elektroenergie die Wärmeenergie von einem Ort zu einem anderen.

Luftgespeiste Wärmepumpen können im Winter heizen und, falls darauf ausgelegt, im Sommer kühlen, alles mit einem einzelnen, nachhaltigen System. Da die Funktion einer luftgespeisten Wärmepumpe auf in der Luft enthaltener erneuerbarer Energie anstatt auf fossilen Brennstoffen beruht, werden Wärmepumpen als CO₂-arme Alternative zu herkömmlichen, mit Gas, Öl oder Flüssiggas befeuerten Kesseln angesehen.

Selbst in sehr kalter Luft ist nutzbare Wärmeenergie enthalten. Wärmeenergie ist nichts weiter als in Form sich bewegender Teilchen gespeicherte Energie – je schneller sich die Teilchen bewegen, desto wärmer ist das aus diesen Teilchen bestehende Objekt. Eine luftgespeiste Wärmepumpe kann diese Energie aufnehmen und verdichten und damit energiesparsam Ihr Zuhause heizen. Das funktioniert auch bei sehr tiefen Außentemperaturen.

Die Haushalte in Europa sehen sich beständig steigenden Energiekosten und immer größeren Herausforderungen zum Klimaschutz gegenüber. Daher steigen viele Wohngebäudeeigentümer auf luftgespeiste Wärmepumpen um und sichern sich so zuverlässig Wohlbefinden zu jeder Jahreszeit. Herkömmliche, mit fossilen Brennstoffen betriebene Zentralheizungen können teuer im Betrieb, ineffizient und CO₂-intensiv sein. In vielen Fällen kann ein Umstieg auf eine luftgespeiste Wärmepumpe oder das Nachrüsten einer solchen als Ergänzung die Energieeffizienz steigern und gleichzeitig die CO₂-Emissionen senken.

Ob Sie nun nach einer Lösung für einen vollständigen Austausch des Heizsystems oder zum Senken des Energieverbrauchs oder zum Aufrechterhalten eines Wohlfühlklimas sowohl im Winter als auch im Sommer in deinen Räumen suchen, in einem ersten Schritt sollten Sie sich mit dem Funktionsprinzip eines luftgespeisten Heizsystems befassen.

Wie funktionieren luftgespeiste Wärmepumpen?

Bei einer luftgespeisten Wärmepumpe entzieht ein Kältemittel der Umgebungsluft Wärmeenergie. Anschließend wird dieses Kältemittelgas verdichtet. Dadurch erhöht sich die Temperatur des Kältemittels. Diese Wärmeenergie wird nun durch das Kältemittel in das Gebäude transportiert. Dieser Prozess läuft mit einem hohen Wirkungsgrad ab, selbst bei Außentemperaturen unter dem Gefrierpunkt. Daher können diese Wärmepumpen das gesamte Jahr über genutzt werden.

Das Grundprinzip lässt sich an einem einfachen Beispiel nachvollziehen: Beim Aufpumpen eines Fahrradreifens erwärmt sich das Ventil beim Verdichten der Luft. Durch das Verdichten steigt die Temperatur – und eine Wärmepumpe basiert auf genau diesem Prinzip.

In der Praxis läuft der Vorgang in drei Phasen ab:

  1. Das Kältemittel im Außengerät absorbiert Wärmeenergie aus der Umgebungsluft.

  2. Ein Verdichter erhöht die Temperatur dieses Kältemittels.

  3. Diese Wärmenergie wird an das Innere des Gebäudes abgegeben, entweder in Form von warmer Luft (Luft-Luft-Systeme) oder in Form von warmem Wasser (Luft-Wasser-Systeme).

Da das System Wärme nur transportiert, anstatt Wärme durch Verbrennungsvorgänge zu erzeugen, kann das System deutlich mehr Wärmeenergie bereitstellen als es an Elektroenergie verbraucht.

Wenn Sie eine tiefgründigere technische Erläuterung des Kältemittel-Kreisprozesses und der Komponenten eines solchen Systems wünschen, informieren Sie sich anhand unseres Leitfadens Wie funktioniert eine Wärmepumpe?.

Typen von luftgespeisten Wärmepumpen

Es gibt zwei Typen von luftgespeisten Wärmepumpen: Luft-Luft-Wärmepumpen und Luft-Wasser-Wärmepumpen.

Luft-Luft-Wärmepumpen

Luft-Luft-Wärmepumpen werden auch als „Klimaanlagen“ bezeichnet. Diese Wärmepumpen heizen den Raum, indem sie warme Luft in den Raum blasen. Auch Kühlen ist möglich, indem der Prozess einfach umgekehrt wird.

So funktionieren Luft-Luft-Wärmepumpen

Luft-Luft-Systeme transportieren Wärmeenergie zwischen der Außenluft und der Luft in Ihrem Zuhause. Ein Außengerät entzieht der Außenluft Wärme, auch im Winter. Und ein Verdichter bringt das diese Wärme tragende Medium auf eine höhere, günstigere Temperatur. Im Raum bläst ein Ventilator Luft über einen erwärmten Wärmetauscher und verteilt so die Wärme. Im Sommer kann dieser Kreislauf umgekehrt werden, und das System fungiert als Klimaanlage.

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Luft-Wasser-Wärmepumpen erwärmen Wasser, das dann durch Heizkörper und Fußbodenheizungen geleitet wird. Diese Systeme stellen auch Warmwasser für den Haushalt bereit.

So funktionieren Luft-Wasser-Wärmepumpen

Auch diese Systeme entziehen der Außenluft Wärme, übertragen diese Wärme jedoch an Wasser anstatt an Luft. Das erwärmte Wasser wird durch Heizkörper und Fußbodenheizungen geleitet und erwärmt auch das Wasser in einem Warmwasserspeicher. Diese Wärmepumpen sind in Kombination mit Niedertemperatur-Heizsystemen wie Fußbodenheizungen besonders effizient und können Warmwasser für den Haushalt und zum Duschen/Baden bereiten.

Wie energieeffizient sind luftgespeiste Wärmepumpen?

Sowohl Luft-Luft-Systeme als auch Luft-Wasser-Systeme werden mit Elektroenergie betrieben, sind aber dennoch viel energieeffizienter als herkömmliche Kessel. Die Energieeffizienz dieser Systeme wird in Form des SCOP-Werts angegeben (Seasonal Coefficient Of Performance, Jahresarbeitszahl im Heizbetrieb). Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen SCOP-Werte von typischerweise in etwa „4“. Das bedeutet, dass mit jeder verbrauchten Einheit an Elektroenergie vier Einheiten an Wärmeenergie bereitgestellt werden. Zwar sinkt der SCOP-Wert bei kälterem Wetter, dennoch weisen Wärmepumpen das gesamte Jahr über ein gutes Betriebsverhalten auf und sind auch in Regionen mit kaltem Klima wie in Skandinavien weit verbreitet. Damit diese Systeme ihr optimales Betriebsverhalten erreichen, sollten die Gebäude über eine gute Wärmedämmung verfügen. Zudem müssen die Systeme korrekt bemessen werden.

Kosten und Vorteile

Luft-Luft-Wärmepumpen

Die Installationskosten von Luft-Luft-Wärmepumpen (auch als „Klimaanlagen“ bezeichnet) sind im Allgemeinen niedriger als die Installationskosten von Luft-Wasser-Systemen. Das liegt daran, dass Luft-Luft-Wärmepumpen nicht in ein mit Wasser betriebenes Heizsystem integriert werden müssen.

Die Installationskosten von Monosplit-Systemen für kleinere Räume bewegen sich, in Abhängigkeit von der Leistungsklasse des Systems und vom Umfang der Installationsarbeiten, zwischen 1.300 € und 3.500 €.

Die konkreten Kosten sind abhängig von:

  • der benötigten Leistungsklasse
  • der Anzahl an Innengeräten
  • der Zugänglichkeit des Installationsorts

Bezüglich Effizienz können Luft-Luft-Systeme unter optimalen Bedingungen SCOP-Werte größer als 5 erreichen. Die meisten Modelle weisen jedoch im Durchschnitt jahreszeitabhängige Werte von 3 bis 4 auf. Bei diesen Systemen findet sich zudem eine breite Auswahl an Produkten, und alle Modelle können sowohl kühlen als auch bei Bedarf heizen.

Durch Überwachen des Energieverbrauchs können Wohngebäudeeigentümer ermitteln, bei welcher Betriebsart das System seine höchste Effizienz im Vergleich zu anderen Wärmequellen erreicht.

Eine Einschränkung gegenüber Luft-Wasser-Wärmepumpen besteht darin, dass für die Warmwasserbereitung meist ein gesondertes System benötigt wird. Jedoch finden sich bei einigen Anbietern auch Konfigurationen, die mit einem Warmwasserspeicher kombinierbar sind. Es darf auch nicht vergessen werden, dass die Innengeräte, ob Wandgeräte oder Deckengeräte, Platz beanspruchen.

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Luft-Wasser-Wärmepumpen sind für den Komplettaustausch einer Zentralheizung geeignet. In einigen Fällen können die bereits vorhandenen Heizkörper weitergenutzt werden.

Herkömmliche Heizkörper sind typischerweise kleiner und für höhere Vorlauftemperaturen ausgelegt. Das kann sich negativ auf die Energieeffizienz des Systems insgesamt auswirken. Bei bestimmten Wohnungen und Wohnhäusern empfiehlt sich der Einbau moderner Heizkörper, damit das optimale Betriebsverhalten erreicht werden kann.

Eine typische Installation kostet, in Abhängigkeit von der Größe des Wohnhauses, der Güte der Wärmedämmung und der notwendigen Modifikationen am System, zwischen 8.460 € und 15.000 €.

Ist die Installation Bestandteil eines Neubauprojekts oder eines umfangreichen Modernisierungsvorhabens, kann sich die Integration insgesamt vereinfachen. Dadurch sinken der Aufwand und somit die damit im Zusammenhang stehenden Kosten für die Installation.

Luft-Luft vs. Luft-Wasser: die wesentlichen Unterschiede

Merkmal

Luft-Luft-Wärmepumpe

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Wärmequelle

Warme Luft

Erwärmtes Wasser

HeizenGutSehr gut (insbesondere mit Fußbodenheizung)
KühlenJaJa

Warmwasser

Vom Modell abhängig

Ja

Installationskosten

Recht niedrig

Deutlich höher

Komplexität der Installation

Einfacher

Umfangreicher (vom bereits vorhandenen Verteilungssystem abhängig)

Geeignet für Klima

Mild bis kalt

Mild bis sehr kalt (bei geeigneten Geräten)

Nutzen von luftgespeisten Wärmepumpen für die Umwelt

Über ganz Europa hinweg verschärfen die Gesetzgeber die Zielstellungen für die Dekarbonisierung. Aus diesem Grund wurden Technologien für das Heizen mit erneuerbarer Energie zu einem zentralen Punkt zum Erreichen der Netto-Null-Ziele. Luftgespeiste Wärmepumpen können, dank der Nutzung erneuerbarer Energie aus der Umgebung, die CO₂-Emissionen von Haushalten um mehr als die Hälfte im Vergleich zu Gas-Brennwertkesseln senken.

Durch die Nutzung von in der Luft enthaltener Energie – einer frei verfügbaren natürlichen Ressource – und nur ganz wenig Elektroenergie tragen luftgespeiste Systeme ganz wesentlich zur Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen bei. Für die meisten Haushalte bedeutet das niedrigere Betriebskosten und einen messbaren Beitrag zum Erreichen der Klimaziele ihres Landes.

Überlegungen zu Installation und Betrieb

Installieren von Luft-Luft-Wärmepumpen

Das Installieren von Luft-Luft-Systemen gestaltet sich im Allgemeinen schneller und einfacher. Diese Systeme bestehen aus einem Außengerät und einem oder mehreren Innengeräten zur Klimatisierung der Raumluft. Daher sind kaum bauliche Veränderungen am Gebäude erforderlich. Das System heizt bzw. kühlt die Luft unmittelbar. Aus diesem Grund sind keine Änderungen an Rohrleitungen und Wärmeverteilern im Haus erforderlich. Damit ergeben sich in der Regel im Vergleich zu Luft-Wasser-Systemen niedrigere Installationskosten.

Bezüglich Energieeffizienz weisen diese Systeme in Regionen mit mildem oder kaltem Klima ein gutes Betriebsverhalten auf und können wirkungsvoll heizen und kühlen. Die Energieeffizienz ist jedoch für gewöhnlich etwas niedriger als die von Luft-Wasser-Systemen, insbesondere bei sehr kaltem Wetter.

Installieren von Luft-Wasser-Wärmepumpen

Das Installieren von Luft-Wasser-Systemen gestaltet sich komplexer, weil diese Systeme in das – aus Heizkörpern oder Fußbodenheizung oder beidem bestehende – wasserbetriebene Heizsystem des Hauses integriert werden. Dazu sind typischerweise ein Außengerät und ein Hydraulikmodul, ein Warmwasserspeicher und Komponenten für die Umwälzung erforderlich. Daher sind üblicherweise auch die Installationskosten höher.

Jedoch zeichnen sich diese Systeme durch ein hervorragendes Aufwand-Nutzen-Verhältnis aus, insbesondere in Kombination mit Niedertemperatur-Heizwärmetauschern wie Fußbodenheizungen. Luft-Wasser-Systeme eignen sich gut für Regionen mit kälterem Klima und weisen den Vorteil einer Warmwasserbereitung auf. Daher kann ein Komplettsystem für Heizen und Warmwasser realisiert werden.

Luftgespeiste Heizsysteme vs. herkömmliche Systeme

Luftgespeiste Wärmepumpen stellen – im Vergleich zu gas- oder ölbefeuerten Kesseln – eine fundamental andere und deutlich nachhaltigere Art und Weise des Heizens von Wohnräumen dar. Herkömmliche Kessel verbrennen fossile Brennstoffe und erzeugen dadurch sowohl Wärmeenergie als auch CO₂-Emissionen. Wärmepumpen hingegen entziehen der Luft erneuerbare Energie und stellen auf diese Weise je verbrauchter Einheit an Elektroenergie drei bis vier Einheiten an Wärmeenergie bereit.

Luftgespeiste Systeme liefern, anstatt kurzer Spitzen von Wärmeenergie mit hohen Temperaturen, über lange Zeit hinweg beständig Wärme bei eher niedrigeren Temperaturen. Dadurch kann auch das Wohlfühlklima in den Räumen konstant gehalten werden und das sogar bei insgesamt niedrigerem Energieverbrauch. Daher eignen sich diese Systeme besonders gut für mit einer guten Wärmedämmung und modernen Heizkörpern bzw. Fußbodenheizungen ausgestattete Wohnungen.

Besonders betont werden muss, dass luftgespeiste Wärmepumpen keinerlei direkte CO₂-Emissionen aufweisen und die Abhängigkeit von Gas und Öl drastisch verringern – ein bei diesen stark schwankenden Energiepreisen und immer strengeren Vorgaben zu mit fossilen Brennstoffen betriebenen Heizsystemen ein mehr und mehr in den Vordergrund rückender Vorteil.

Eine Installation verursacht zwar Vorlaufkosten, jedoch machen die Energieeinsparungen über lange Zeit, niedrigere Instandhaltungskosten und ggf. beanspruchbare staatliche Anreize Wärmepumpen zu einer wirtschaftlich sinnvollen Entscheidung. Europa strebt die Netto-Null an und verbietet schrittweise eine Neuinstallation von Gas-Brennwertkesseln. Dadurch stellt der Umstieg auf ein luftgespeistes System eine zukunftssichere Investition dar, die sowohl Wohngebäudeeigentümern als auch unserem Planeten zum Vorteil gereicht.

Integration von Intelligenz: Regelungen und Automation

Moderne Wärmepumpen funktionieren problemlos mit intelligenten Thermostaten und mit Systemen zum Programmieren des Betriebs. Dadurch können Wohngebäudeeigentümer die Temperaturen in ihren Räumen aus der Ferne überwachen und bei Bedarf nachregeln. In Kombination mit Apps zum Nachverfolgen der Energienutzung liefern diese Systeme Erkenntnisse zu Verbrauchsmustern. Das hilft Nutzern beim Feinabstimmen des Betriebsverhaltens und beim Einsparen von Energie.

DAIKIN Wärmepumpen können in unsere Onecta App integriert werden. Anhand dieser App können Sie von jedem Ort aus und zu jeder Zeit den Status Ihres Heizsystems überwachen und regeln.

Konfigurationen von Heizsystemen

Eine Luft-Luft-Wärmepumpe wird nicht mit Heizwärmetauschern kombiniert. Diese Wärmepumpen erwärmen die Luft und blasen die Luft dann direkt in den Raum aus, wie eine Klimaanlage im Umkehrbetrieb. Es erfolgt auch keine Warmwassererzeugung für eine wasserbetriebene Zentralheizung.

Luft-Wasser-Systeme hingegen werden mit Heizkörpern und Fußbodenheizungen kombiniert und können auch mit bereits vorhandenen Kesseln zu Hybridsystemen integriert werden. Dank dieser Planungsfreiheit eignen sich diese Systeme besonders sowohl für Neubauprojekte als auch für Nachrüstvorhaben. Dadurch können Sie den Umstieg auf Heizen mit erneuerbarer Energie ganz in Ihrem eigenen Tempo vollziehen.

Kühlfunktion für den Sommer

Europa erlebt immer wärmere Sommer und immer häufigere Hitzewellen. Hinzu kommt, dass die Gebäude mit immer besserer Wärmedämmung ausgestattet werden. Das macht den Kühlbetrieb einer luftgespeisten Wärmepumpe mehr und mehr zu einer sehr nützlichen Funktion. Dasselbe System, das Ihr Zuhause im Winter warm hält, kann im Sommer im Umkehrbetrieb kühle Luft bzw. kühles Wasser abgeben. Dadurch kann das System für energieeffizientes, geräuschloses und zuverlässiges Kühlen sorgen, ganz ohne die Kosten und ohne den Lärm von mobilen Klimageräten.

Nutzungsdauer und Instandhaltung von luftgespeisten Wärmepumpen

Luftgespeiste Wärmepumpen sind auf Langlebigkeit ausgelegt. Bei regelmäßiger Wartung erreichen diese Systeme eine Nutzungsdauer von im Durchschnitt 15 bis 20 Jahren. Der gut durchdachte Aufbau dieser Systeme – mit nur wenigen sich bewegenden Teilen und ohne Verbrennungsvorgänge – führt zu deutlich weniger Verschleiß und zu einem deutlich niedrigeren Wartungsaufwand als bei herkömmlichen Kesseln.

Normalerweise ist eine einzige jährliche Wartung zur Überprüfung von Kältemittel-Füllständen, Filtern und Elektrobaugruppen ausreichend. Zwischen diesen Wartungsarbeiten können einfache Tätigkeiten wie das Entfernen von Schmutz vom Außengerät und das Beseitigen von Hindernissen vor Lüftungsöffnungen zum Aufrechterhalten des zu jeder Jahreszeit optimalen Betriebsverhaltens beitragen. Auch das Anpassen von Systemeinstellungen an die einzelnen Jahreszeiten hilft beim Optimieren der Energieeffizienz.

Dank dieser Kombination aus langer Nutzungsdauer, einfacher Pflege und intelligenter Überwachung sind luftgespeiste Wärmepumpen eine verlässliche Wahl zum effizienten Erreichen von Wohlfühlklima in Ihrem Zuhause.

Integration der Warmwasserbereitung

Alle Luft-Wasser-Wärmepumpen können Warmwasser bereiten und stellen damit eine Komplettlösung für Heizen, Kühlen und Warmwasser in Ihrem Zuhause dar. Diese Wärmepumpen entziehen der Luft Wärmeenergie zum energiesparsamen Bereiten von Warmwasser für Dusche, Bad und andere Verbraucher und halten dabei den Energieverbrauch niedrig.

Diese Planungsfreiheit macht luftgespeiste Wärmepumpen zu einer gangbaren und nachhaltigen Wahl für Komfort zu jeder Jahreszeit und zum Senken der CO₂-Emissionen.

Staatliche Unterstützung und gesetzliche Bestimmungen

Alle Staaten Europas wollen Systeme zum postfossilen Heizen voranbringen und bedienen sich dazu sowohl gesetzlicher Bestimmungen als auch finanzieller Förderungen. Anreize wie Zuschüsse zu den Installationskosten, Senkung der Umsatzsteuer und Bauvorschriften zum Netto-Null-Gebäude vereinfachen Wohngebäudeeigentümern das Wegkommen von mit fossilen Brennstoffen betriebenen Systemen.

Häufig anzutreffende Bedenken gegenüber luftgespeister Wärmepumpen

Bedenken: „Funktionieren Wärmepumpen wirklich auch bei sehr kaltem Wetter?“
Entgegnung: Ja. Moderne luftgespeiste Wärmepumpen sind speziell auf die Winter in Europa ausgelegt und können der Luft sogar noch bei –28 °C Wärme entziehen.

Bedenken: „Eignen sich Wärmepumpen ausschließlich für Wohnbauten?“
Entgegnung: Nein. Luftgespeiste Systeme sind in hohem Maße skalierbar und eignen sich für Apartments, frei stehende Wohnhäuser, Gewerbebauten und sogar für industrielle Anwendungen.

Bedenken: „Ist die Instandhaltung teuer?“
Entgegnung: In den meisten Fällen ist der Instandhaltungsaufwand nur minimal und eine Wartung ist normalerweise billiger als bei einem herkömmlichen Kessel.

Auswählen der am besten geeigneten Wärmepumpe

Bei der Entscheidung für eine konkrete Wärmepumpe sind folgende Faktoren zu berücksichtigen:

  • Jahresarbeitszahl im Heizbetrieb (SCOP)
  • Schallpegel
  • Auswahl der korrekten Leistungsklasse

1. Jahresarbeitszahl im Heizbetrieb (SCOP)

Der SCOP-Wert (Seasonal Coefficient Of Performance, Jahresarbeitszahl im Heizbetrieb) ist ein Maß dafür, wie energieeffizient eine Wärmepumpe über eine gesamte Heizsaison hinweg arbeitet. Je höher der SCOP-Wert ist, desto niedriger ist die zum Bereitstellen einer bestimmten Menge von Wärmeenergie benötigte Elektroenergie – und desto niedriger sind die Energiekosten und die CO₂-Emissionen.

So ist z. B. die DAIKIN Altherma 4 H bei Raumheizen sowohl mit einer Vorlaufwassertemperatur von 35 °C als auch mit einer Vorlaufwassertemperatur von 55 °C mit Energieeffizienzklasse A+++ bewertet. Zudem funktioniert dieses System bei Umgebungstemperaturen von bis zu –28 °C verlässlich. Das belegt ein starkes Betriebsverhalten bei kalten Klimabedingungen und eine zu jeder Jahreszeit hohe Energieeffizienz.

2. Schallpegel

Schallpegel sind ein bedeutendes Problem, insbesondere in Wohngegenden. Bei der Entwicklung moderner luftgespeister Wärmepumpen wird streng auf Minimierung der Betriebsgeräusche geachtet.

Beispielsweise wird der Schallpegel des Außengeräts der Wärmepumpe DAIKIN Altherma 4 H mit nur 28 dB(A) in einem Abstand von 3 Metern angegeben. Damit eignet sich dieses System auch für Gegenden mit hohen Ansprüchen an den Lärmschutz.

3. Auswahl der korrekten Leistungsklasse

Auch die Auswahl einer Wärmepumpe der geeigneten Leistungsklasse ist von entscheidender Bedeutung. Ein unterdimensioniertes Gerät kann zu besonders kalten Zeiten die Heizlasten nicht bewältigen, ein überdimensioniertes Gerät wiederum schaltet zu oft ein und aus und verursacht dadurch unnötige Kosten.

Alles in allem: Wählen Sie ein System, das einen hohen SCOP-Wert aufweist, leise im Betrieb ist und die für Ihr Zuhause passende Größe hat. Mit der Entscheidung für eine angesehene Marke erhalten Sie die Gewissheit, dass diese Merkmale nicht nur theoretisch ausgewiesen werden, sondern in Form realer, erwerbbarer Systeme vorliegen.

Umstellung von einem Gas-Brennwertkessel

Die Umstellung von einem Gas-Brennwertkessel auf eine luftgespeiste Wärmepumpe besteht aus mehreren wesentlichen Schritten:

  1. Ausbauen und vorschriftsmäßiges Entsorgen des alten Systems
  2. Bewertung der Wärmedämmung des Zuhauses
  3. Nachrüstung von Elektroinstallation und Luftführung auf Kompatibilität

Ein zertifizierter Klimatechniker wickelt korrekte Bemessung und Installation des neuen Außengeräts ab. Eine solche Modernisierung senkt die CO₂-Emissionen und trägt zur Zukunftssicherheit Ihres Zuhauses gegenüber einem schrittweisen Verbot von mit fossilen Brennstoffen betriebenen Heizsystemen bei.

Ist eine luftgespeiste Wärmepumpe die beste Lösung für mein Zuhause?

Luftgespeiste Wärmepumpen stellen eine machbare und in die Zukunft gewandte Lösung für Wohnkomfort in einem modernen Zuhause dar. Durch Kombinieren von zu jeder Jahreszeit energiesparsamem Heizen bzw. Kühlen und beachtlichen Senkungen von CO₂-Emissionen richten sich diese Systeme sowohl an das Problem steigender Energiekosten als auch an unsere Verantwortung für unsere Umwelt.
Dank der Weiterentwicklung von Technologien, verschiedensten Formen staatlicher Unterstützung und nachweislich hervorragendem Betriebsverhalten selbst in Regionen mit kaltem Klima haben Wärmepumpen schon längst ihr Nischendasein verlassen und sich als eine intelligente Entscheidung für Nachhaltigkeit in zukunftssicheren Wohngebäuden entwickelt.

Kernaussagen

  • Luftgespeiste Wärmepumpen sorgen mit einem einzigen, integrierten Gerät für Heizen, Kühlen und – bei Luft-Wasser-Systemen – auch für Warmwasser.
  • Luftgespeiste Wärmepumpen arbeiten effizient, selbst in Regionen mit kaltem Klima.
  • Luft-Luft-Systeme zeichnen sich durch niedrigere Installationskosten aus. Luft-Wasser-Systeme können Zentralheizungen ablösen.
  • Die korrekte Bemessung und eine gute Wärmedämmung sind für das Betriebsverhalten entscheidende Faktoren.
  • Eine lange Nutzungsdauer und ein nur geringer Instandhaltungsaufwand steigern den Nutzen über lange Sicht.